Das sagt sich leichter, als es ist. Ausgerechnet hier, in dem Land, das die Solaranlage auf dem eigenen Dach überhaupt erst populär gemacht hat.
Ein kurzer Blick zurück: 2011 lebten über 150.000 Menschen von der Solarbranche in Deutschland. Ein Jahr später wurde die Förderung praktisch über Nacht gekürzt. Der Zubau brach von 8 auf 2,6 Gigawatt ein, mehr als 80.000 Stellen waren weg, und ein Hersteller nach dem anderen ging in die Insolvenz – Solon, Q-Cells, Solarworld. Die Technik hatten wir erfunden. Verdient wird an ihr heute in Asien.
Jetzt läuft dasselbe noch einmal ab, nur eine Etage tiefer. Nach dem kurzen Boom 2022/23 sind die Auftragsbücher leer, die Preise im Keller, und weil ab 2027 die feste Einspeisevergütung wegfällt, wartet jeder Häuslebauer erst einmal ab. Es erwischt nicht die Neuen zuerst, sondern die mit den grauen Haaren: Betriebe, die seit über zehn Jahren am Markt sind, stellen inzwischen mehr als 40 Prozent der Insolvenzen.
Wir haben lange hin und her gerechnet. Aber ein Handwerk, bei dem sich die Spielregeln alle paar Jahre über Nacht ändern, kann man nicht sauber führen – nicht gegenüber den Kunden und nicht gegenüber den eigenen Leuten.
Ich will hier niemandem in Berlin den schwarzen Peter zuschieben. Mich stört das Muster dahinter. Andere Länder bauen ihre Solarindustrie auf und halten sie – China hat genau das gemacht und bestimmt heute den Markt. Bei uns ist sie ein Haushaltsposten, den man kürzt, wenn es klemmt. Zum zweiten Mal in fünfzehn Jahren.
Am Ende verlängert jede dieser Unsicherheiten nur eines: unsere Abhängigkeit von Gas und Kohle, die wir einführen müssen.
An unserer Überzeugung ändert das nichts. Solarkiosk baut weiter – dort, wo Strom über Entwicklung entscheidet, in den Märkten, die wir seit Jahren kennen. Deutschland hätte einer davon sein können.
Danke an alle, die mit uns aufs Dach gestiegen sind. Wir haben es ernst gemeint.
— SUNROOF · Solarkiosk Solutions GmbH